Hypotheken

Einigen ausländischen Residenten mag es auf den ersten Blick beängstigend scheinen, in Spanien eine Hypothek aufzunehmen. Das sollte jedoch nicht so sein. Selbst wenn Sie kein Spanisch sprechen, finden Sie in den meisten Banken und Kreditinstituten vor Ort englischsprachiges Personal, das darauf spezialisiert ist, Hypotheken an im Ausland lebende Menschen zu vergeben.

Die meisten Finanzinstitute haben Standardkriterien, die erfüllt sein müssen, um eine Hypothek zu bekommen. Sie müssen beispielsweise mindestens 25 Jahre alt sein, einen sicheren Vollzeitberuf haben oder seit mindestens drei Jahren selbstständig sein. Die Höhe der Hypothek hängt von Ihrem Einkommen und von Ihren finanziellen Verpflichtungen ab. Im Allgemeinen können Sie bis zu 60% des Kaufpreises bzw. Maximal 2,5 mal mehr als Ihr Bruttojahreseinkommen aufnehmen. Um zu prüfen, ob der Kaufpreis angebracht und fair ist, verlangt die Bank ein professionelles Gutachten. Dieses beinhaltet einen ausführlichen Bericht über Bauqualität und Baumaterial, Lage, Zustand der Immobilie, etc., und natürlich den Marktpreis basierend auf all diesen Faktoren. Das Gutachten kostet etwa 400 Euro, jedoch variiert dieser Preis je nach Größe der Immobilie.

Auch im Grundbuchamt müssen Informationen eingeholt werden. Sie erhalten einen Auszug, um überprüfen zu können, ob die Immobilie mit einer Hypothek oder sonstigen Rechten belastet ist.

Wenn sich die Immobilie, die Sie kaufen möchten, noch im Bau befindet, kann der Bauunternehmer den Kaufpreis in mehreren Teilzahlungen verlangen. Die meisten Kreditgeber bieten Hypotheken, die solche Anforderungen unter gewissen Sicherheitsbedingungen erfüllen können.

Im Allgemeinen können Sie davon ausgehen, dass im Falle einer Hypothek ca. 11% des Kaufpreises an Steuern und Gebühren anfallen. Darin inbegriffen sind:

Notargebühren:

Die Notargebühren hängen vom Endbetrag der Hypothek ab. Wenn die Hypothek beispielsweise zwischen € 150.253 und € 601.012 beträgt, belaufen sich die Notargebühren auf 0,5 Euro pro 1000 Euro.

Grundbuchamtsgebühren:

Die Hypothek muss im Grundbuch eingetragen werden, und auch hier hängen die Gebühren von der Höhe der Hypothek ab. Wenn die Hypothek beispielsweise zwischen €150.253 und € 601.012 beträgt, belaufen sich die Notargebühren auf 0,3 Euro pro 1000 Euro.

Verwaltungsagenturen:

Der so genannte „Gestor“ kümmert sich um die Abwicklung aller notwendigen Dokumente. Die Kosten für diesen Service liegen bei ca. 250 Euro. Diese Agenturen kümmern sich um die Zahlung Ihrer Steuern und auch um die oben genannte Eintragung im Grundbuchamt.

Versicherung:

Die Versicherung wird abhängig vom Gutachten berechnet. Eine Brandschutz- und eine Haftpflichtversicherung sowie eine Lebensversicherung muss zwangsläufig abgeschlossen werden.

Steuern:

Auf sämtliche offizielle oder rechtliche Dokumente wird eine Steuer erhoben, die sich wiederum nach der Höhe der Hypothek richtet. Kosten, die sich ausschließlich auf die Bank beziehen, sind die Gebühren für die Kontoeröffnung (üblicherweise 1%) plus die Hypothekenzinsen.

Diese Angaben sind ohne Gewähr.